Gedanken zum Monat

Liebe Gemeinde!

Blinde werden wieder sehen, Taube wieder hören, Lahme wieder gehen und Stumme frohlocken. Die Wüste wird zum Garten und die Verbannten werden heimkehren. (Vgl. Jesaja 35, 1-2.5.6a.10)

Kurz und gut: Die ganze Welt ist voller Wunder. Was sagen uns diese 2.700 Jahre alten Worte heute? Und kann ich diesen Worten Glauben schenken? Ist die Welt wirklich voller Wunder? Wir hören die Worte Jesajas im Advent. Wir warten auf die Geburt Jesu; darauf bereiten wir uns vor. Auf ihm ruhen unsere Hoffnungen.

Jesus ist Mensch geworden, weil er uns liebt. Der Unaussprechliche hat schon sprechen gelernt, damit wir gut reden lernen - eine wahre, Leben fördernde Sprache. Der alles in Gang setzt, hat schon gehen gelernt, damit wir neu gehen lernen: aufeinander zu, über Gräben und Mauern hinweg. Es geschehen Wunder in dieser Welt: dass Menschen die Augen aufgehen; dass Menschen aus ihrer Erstarrung ausbrechen. Der, dessen Geburt wir bald wieder feiern, ist der, auf den wir warten dürfen und der in unserem Leben schon da ist. Dem wir glauben schenken können. Die Welt ist noch nicht wunderbar - das steht noch aus -, doch sie ist schon voller Wunder der Liebe, weil die Liebe Gottes im Stall von Bethlehem menschlich geworden ist.

Darum: „Macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest! Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott!“ (Jesaja 35, 3-4)

Herzlich grüßt Sie alle
Dechant Wolfgang Voges

claudia.scholz(ät)bistum-hildesheim.net