Basilika St. Godehard

Romanische Basilika, seit 1963 Basilia minor

Die St. Godehard-Kirche ist eine der wenigen Kirchen Hildesheims, die seit ihrer Errichtung im späten 12. Jahrhundert baulich fast unverändert erhalten ist. St. Godehard gehört zu den bedeutenden Sakralbauten der Hochromanik in Norddeutschland.

Ursprünglich diente die Kirche den Hildesheimer Benediktinern als spirituelles Zentrum. Die Gründung des Benediktinerklosters geht auf Bischof Bernhard (1130-1153) von Hildesheim zurück. 1130 wurde der Grundstein des Klosters gelegt und 1136 zog dort der erste Konvent ein. Kloster und Kirche wurden 1172 der Gottesmutter und dem Hildesheimer Bischof Godehard (1022-1038) geweiht.

Die Säkularisation 1803 traf das Kloster schwer. Sein Besitz wurde vom Staat konfisziert. In die früheren Klostergebäude zog das Gerichtsgefängnis ein. Die St. Godehard Kirche wurde der katholischen Gemeinde als Gotteshaus aber überlassen. Doch jene Entscheidung machte die westfälische Regierung 1812 rückgängig. Die mittelalterliche Basilika wurde als Magazin genutzt. Erst 1815 wurde die baulich stark vernachlässigte Kirche den Hildesheimer Katholiken wieder zurückgegeben.

Ihrer Zerstörung entging St. Godehard im Zweiten Weltkrieg nur knapp. Im Februar/März 1945 wurde sie durch Bombeneinschläge nur geringfügig beschädigt.

Von 1945 bis 1960 und diente St. Godehard dem Hildesheimer Bischof als Cathedra.

Spätgotischs Chorgestühl; spätbarocker Benediktsalter, neuromanischer Radleuchter und Ausmalung, gotische Kreuzigungsgruppe