St. Magdalenen

Ursprünglich frühgotische, dreischiffe Hallenkirche mit Barock- und Rokokoausstattung

Seit 1812 dient die St. Magdalenen Kirche den Hildesheimer Katholiken als Gotteshaus. Doch gegründet und gebaut (Weihe 1294, erster gotischer Sakralbau in Hildesheim) wurde sie als Klosterkirche des Ordens der Büßenden Schwestern zur Heiligen Magdalena (sogen. Süsternkloster). Die Ordensschwestern lebten nach der Augustinerregel. Ihnen stellte Papst Gregor IX. (1227-1241) im Jahr 1235 einen Schutzbrief aus, der es ihnen erlaubte, sich auf Grundstücken des Klosters St. Michaelis außerhalb der Stadtmauern anzusiedeln. Frauen, die ein geistliches Leben in Hildesheim führen wollten, stand im Spätmittelalter nur dieses Kloster offen.

1810 wurde das Magdalenenkloster säkularisiert und zwei Jahre später sein Inventar öffentlich versteigert. Der Kirchenschatz blieb jedoch dem Gotteshaus erhalten.

Am 22. März 1945 brannte der bedeutende Sakralbau bei einem Luftangriff auf Hildesheim vollkommen aus. Die Wiederaufbauarbeiten zogen sich bis 1961 hin.

Der Magdalenen-Kirche ist die Bernwardsgruft in St. Michaelis (Grablege des Heiligen Bischofs Bernward von Hildesheim) kirchlich angeschlossen. Die Reihe ihrer prominenten Besucher reicht von Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer bis hin zu Bundespräsident Christian Wulff.

Gotisches Chorgestühl, „Elfenaltar“ von 1520 und Bernwardsschrein von 1751