Basilikakonzert

Festkonzert „Tango"

Festkonzert „Tango", Unicanto Hildesheim, Tango-Ensemble „faux pas", Leitung: Jochen Arnold, Eintritt: 25,- € / 15,- € (ermäßigt)

Unicanto, der Chor der Universität und der Studierendengemeinden ist für Studierende aller Fachrichtungen offen. Jedes Jahr findet sich das Ensemble für ein neues Projekt in einer neuen Besetzung zusammen, wobei versucht wird den großen Bogen von der Klassik in die Moderne (inkl. Popmusik) zu schlagen.

In den letzten Semestern kamen z.B. die Matthäus-Passion von Heinrich Schütz, Vivaldis Gloria, Haydns Paukenmesse, Mendelssohns Kantate »Wer nur den lieben Gott lässt walten«, Schuberts G-Dur-Messe, das »Oratorio de Noel« von Saint-Saens, »Der Stern von Bethlehem« von Josef Gabriel Rheinberger, aber auch moderne Kompositionen, z.B. eine Gospelmesse von Robert Ray und ein A-cappella-Programm aus Jazz und Pop, zur Aufführung.

Besondere Beachtung fand zuletzt eine poetisch-musikalische Zeitreise durch zehn Jahrhunderte (Juli 2010) von der Gregorianik bis in die jüngste Gegenwart. Der Chor umfasst ca. 50-80 Sängerinnen und Sänger, wobei besonders in den Männerstimmen auch traditionsgemäß Sänger von außen dazukommen.

 

Seit über 20 Jahren konzertiert das renommierte Tango-Ensemble faux pas aus Niedersachsen im In- und Ausland. Reisen führten nach Italien, Russland, Ägypten, wiederholt in die Volksrepublik China und nach Buenos Aires – zur Wiege und Metropole des Tangos.

Tango ist Musik, Tanz, Lebenshaltung und Weltkulturerbe. Eine Anekdote erzählt, er sei wie die Empfindung eines europäischen Einwanderers in Argentinien, der Briefe in seine Heimat schreibt, aber niemals eine Antwort bekommt. Osvaldo Pugliese beschreibt ihn als das Ergebnis einer unvernünftigen Begegnung an einem Hafen von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Herkunft, die sich vermischten und etwas produzierten, das die Zukunft Tango nannte.

Immer wieder aufs Neue sucht und findet faux pas seinen eigenen Ausdruck dieser transkulturellen Kunstform. Mit ihrem breiten Repertoire zeichnen die MusikerInnen ein facettenreiches Bild von Carlos Gardels Tango Clasico über den lautmalerischen Stil Osvaldo Puglieses zum Tango-Nuevo-Schöpfer Astor Piazzolla. Europäische Töne erklingen von Kurt Weill, Graham Lynch und Richard Galliano; zeitgenössische argentinische Kompositionen von Juan Pablo Navarro und Marcelo Saraceni bis zum Sakraltango von Martín Palmeri.

Mit ihm und anderen Künstlern wie dem Tango-Sänger Mario Pinnola oder Tango-Tänzer und Choreograf Gabriel Sala arbeitet faux pas regelmäßig zusammen. Vielfältig wie sein Repertoire sind auch die Programme und Formate des Ensembles.

Ob abendfüllendes Konzert, Milonga, Zusammenspiel mit Tango-Showtanz, zeitgenös- sischem Tanz oder exotischen Instrumentalgästen, musikalische Lesung, Messe mit Chor – faux pas präsentiert den Tango in der ganzen Fülle und Tiefe seiner Emotionen, Extreme und Widersprüche leidenschaftlich, virtuos und nah.

Besetzung:

  • Marlène Clément: Bandoneon/Akkordeon
  • Katharina Pfänder: Violine
  • Maren Kallenberg: Piano
  • Klemens Goethe: Kontrabass
  • Michael Fanger: Gesang

Seit 2009 ist die Misa a Buenos Aires von Martín Palmeri im Programm. Der argentinische Komponist verschmolz die lateinische Messe mit stilistischen Merkmalen des Tango Nuevo.

faux pas hat das ursprünglich für Mezzosopran, Chor und Orchester konzipierte Werk in eine Kammermusikfassung für vier Gesangssolisten und Tangoensemble gebracht.

Zudem wird faux pas deutschlandweit als Instrumentalensemble zur Begleitung der Misatango für Chöre angefragt und führte das Werk unter dem Dirigat des Komponisten in Buenos Aires auf.

2013 adaptierte das Tango-Ensemble auch Palmeris Folgewerk Magnificat für seine Besetzung und brachte diese Version nach der Uraufführung in Warendorf in Buenos Aires zusammen mit Chor auf die Bühne.

2018 führte faux pas erstmals seine Solistenversion des Magnificats mit Gesangsgästen auf.

 

Jochen Arnold ist ev. Theologe und A-Kirchenmusiker. Nach dem Studium in Tübingen, Rom und Stuttgart folgten ersten berufliche Stationen u.a. in Reutlingen und Stuttgart.

Seit 2004 leitet er das Michaeliskloster Hildesheim. 2008 wurde er mit einer Arbeit über Bachs Kantaten an der Universität Leipzig habilitiert.

Seit 2014 ist er Honorarprofessor für Musikvermittlung an der Universität Hildesheim. Er leitet den Universitätschor UNICANTO. Umfangreiche künstlerische Tätigkeit mit dem Ensemble Gli Scarlattisti und dem Orchester Collegium Musicum Hildesheim.

Zu seinem Repertoire gehören neben Motetten, Kantaten und Oratorien des Barock zahlreiche Sinfonien und Messen von Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert, aber auch Brahms' Deutsches Requiem oder Jenkins' Stabat Mater.

Arnold sieht sich als experimentierfreudigen Grenzgänger zwischen Klassik und Pop (u.a. Dirigate der Pop-Oratorien 10 Gebote, LUTHER, Martin-Luther-King in Hannover).

Links zum Thema

https://www.uni-hildesheim.de/musik/projekte-kuenstl-praxis/ensembles/choere/unicanto/ 

https://www.fauxpas-tango.de 

jochenarnold.de  

Termin
01.07.2022, 19:30 Uhr
Ort
Basilika St. Godehard, Hildesheim
Godehardsplatz 5
31134 Hildesheim
E-Mail: basilikakonzerte(ät)st-godehard-hildesheim.de
Veranstalter

Basilikakonzerte St. Godehard

Kosten

Eintritt: 25,- € / 15,- € (erm.*)

Nur Abendkasse

* Ermäßigung: Schüler und Studierende (Nachweis)