Wort zum Monat

Liebe Gemeinde!

Hält die Weihnachtsgeschichte unserer Wirklichkeit stand am Ende dieses von Corona, Krieg und Naturkatastrophen so gepeinigten Jahres 2022? Gottes Botschaft ist klar und unmissverständlich: Ja! Sie hält stand. Die Verkündigung des Engels auf dem Feld in Betlehem weist auf den hin, der uns Menschen -und zwar jeden einzelnen- so sehr liebt, dass er sich für die schäbigsten Unterkünfte und die dunkelsten Ecken nicht zu schade ist, um genau dort geboren zu werden. Damals wie heute. Das ist revolutionär! Das verändert die Welt in ihrem Kern.

Genau deshalb hält die Botschaft von Weihnachten stand, weil sie uns einen Frieden prophezeit, der nicht in utopischen Fantasien zu finden ist, sondern im Hier und Jetzt. Mitten im Unfertigen, im nicht Perfekten. In Flüchtlingslagern und Notunterkünften. In Kiew und Charkiw. In Pflegeheimen und Sterbezimmern. Alle Jahre wieder und doch jedes Mal neu! Ohne die unverbrüchliche Zusage „Es wird Frieden sein auf Erden!“ könnten wir verzweifeln.

Wenn wir diesem Versprechen nicht mehr trauen, gibt es eigentlich keine Hoffnung mehr. Wenn das Wort nur ein leeres Wort bleibt und ihm die Möglichkeit genommen ist, lebendig zu werden, wäre das Geburtsfest Jesu Christi nur eine hohle Kulisse. Die Verheißung ist wahr. Der Friede weilt schon unter uns. Vielleicht nicht so, wie wir es gerne hätten. Aber war das damals in Betlehem anders?

Ihnen und Ihren Angehörigen wünsche ich ein sorgenfreies Weihnachtsfest und ein von Gott reich gesegnetes Jahr 2023!

Bleiben Sie alle wohlbehütet!

Pfarrer Wolfgang Voges